Für die Erneuerung der Tauernautobahn im Abschnitt zwischen Hieflertunnel und Zetzenbergtunnel liefert Pipelife Mehrschicht-Kanalrohre für die Fahrbahnentwässerung und weitere Materialien.
Die Tauernautobahn A10 zählt zu den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Österreichs und ist insbesondere im Salzburger Land hohen Verkehrsbelastungen ausgesetzt. Zwischen Hieflertunnel und Zetzenbergtunnel wird die Strecke seit Februar 2026 im Auftrag der ASFINAG durch die Arbeitsgemeinschaft Firma Felbermayr Bau GmbH & Co KG und Firma Porr Bau GmbH umfassend generalsaniert. Neben den Brückentragwerken und der Fahrbahn wird dabei auch die Entwässerungsinfrastruktur erneuert.
Die Längsentwässerung erfolgt im Huckepack-System. Dränage-Rohre nehmen auf der oberen Ebene das Oberflächenwasser auf, dieses wird auf der unteren Ebene über PP MASTER Kanalrohre abgeleitet. Dabei kommen Rohre in der Steifigkeitsklasse SN12 zum Einsatz. Die Arbeiten sind bis Ende 2027 vorgesehen.
Gerade im hochrangigen Straßennetz sind Entwässerungssysteme besonderen Belastungen ausgesetzt. Hohe Verkehrslasten, dynamische Beanspruchungen, wechselnde Temperaturen und oftmals begrenzte Überdeckungshöhen stellen hohe Anforderungen an die eingesetzten Rohrsysteme.
Bei der Sanierung der A10 kommt deshalb ein Kanalrohrsystem zum Einsatz, das für anspruchsvolle Einbausituationen ausgelegt ist. PP MASTER Rohre werden im Pipelife Werk Wiener Neudorf gefertigt. Die mehrschichtigen Vollwandrohre aus Polypropylen sind in den Ringsteifigkeiten SN10, SN12 und SN16 erhältlich. Das System wird nach ÖNORM B 5113 geprüft und trägt das GRIS-Gütezeichen.
Ein wesentlicher Vorteil von PP MASTER liegt in seiner hohen Steifigkeit. Gerade dort, wo aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nur geringe Überdeckungen möglich sindund gleichzeitig hohe Verkehrslasten wirken, kommt diese Eigenschaft zum Tragen. PP MASTER wurde insbesonders für öffentliche Kanalsysteme mit hohen Anforderungenentwickelt, etwa bei geringer Überdeckung.
Der Dreischichtaufbau und der gezielte Einsatz von modifiziertem Polypropylen ermöglichen die hohe Ringsteifigkeit, ohne dass das Rohr seine notwendige Flexibilität verliert. Für das A10-Projekt sollen mehr als 1.000 Stk. Kanalrohre in allen Dimensionen von DN100 bis DN500 zum Einsatz kommen. In Summe beträgt die Streckenlänge fast 6,3 km. Den größten Anteil davon macht mit über 600 Stk. die Dimension DN400 aus, welche im Mittelstreifen verlegt wird. In den Randstreifen kommen DN200-DN300 zum Einsatz, für die Rohrquerung unterhalb der Autobahn DN500.
Neben den statischen Eigenschaften spielt auf einer Sanierungsbaustelle auch die effiziente Verarbeitung eine wichtige Rolle. PP MASTER verfügt über eine angeformte
Steckmuffe mit Lippendichtring und lässt sich dadurch ohne zusätzliche Verbindungselemente montieren. Der rote Stützring verhindert ein unbeabsichtigtes Ausschieben der Dichtung. Ein umfangreiches Formstückprogramm ermöglicht die Anpassung an unterschiedliche Trassenführungen und bauliche Gegebenheiten.
Auch die Materialeigenschaften von Polypropylen sprechen für den Einsatz im Straßen- und Infrastrukturbau: Das System ist korrosionsbeständig und für anspruchsvolle Umgebungsbedingungen geeignet. Damit entsteht eine langlebige Entwässerungslösung, die auf die hohe Beanspruchung einer Autobahn ausgelegt ist.
Apropos Entwässerung: Bei diesem Projekt lieferte Pipelife auch Materialien zur Dränagierung wie zum Beispiel Agrosil 2500 Teilsickerrohre in der Dimension 150 und Mehrzweckrohre in verschiedenen Dimensionen sowie Großrohre (SL).
Bei einem Projekt dieser Größenordnung zählt jedes Detail – von der statischen Auslegung über die Verarbeitung bis zur langfristigen Betriebssicherheit. Die Kombination aus hoher Ringsteifigkeit, robuster Materialtechnologie und effizienter Steckmontage macht PP MASTER zu einer leistungsfähigen Lösung für die Entwässerung von Verkehrsflächen.