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30 Jahre Zusammenarbeit: Pipelife Austria und die Werkstätte Berndorf der Lebenshilfe Niederösterreich

Eine Erfolgsgeschichte – für alle Beteiligten

Seit 30 Jahren schreiben Pipelife Austria und die Werkstätte der Lebenshilfe NÖ in Berndorf/St.Veit eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art, denn so lange besteht die großartige Zusammenarbeit bereits. Die Werkstätte übernimmt für Pipelife die Umverpackung von Kleinelektroteilen wie Muffen und Klemmschellen. „Die Verbundenheit ist auf beiden Seiten sehr groß", sagt Horst Schraml, Verkaufsinnendienst für Pipelife Elektro und Koordinator der Zusammenarbeit, über die langjährige Kooperation.

Bewusste Entscheidung für soziales Engagement und die Lebenshilfe NÖ

Die Produktion der Kleinteile wurde von Österreich in die Niederlande verlegt - die bestehende Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe blieb dennoch aufrecht. Eine Verpackung in kleine Kartons wäre direkt bei der Herstellung wahrscheinlich günstiger, aber bei der langjährigen Partnerschaft mit der Werkstätte der Lebenshilfe in Berndorf geht es um weit mehr. Pipelife Austria trägt mit dem langfristigen Auftrag zur Grundauslastung der Werkstätte bei und die KlientInnen freuen sich über sinnstiftende und wertvolle Arbeit – und das ist finanziell nicht aufzuwiegen. Es war eine bewusste Entscheidung für die soziale Verantwortung, hinter der Franz Grabner, der Geschäftsführer von Pipelife Austria, steht. „Wenn man sieht, was diese Arbeit für die Klientinnen und Klienten der Lebenshilfe bedeutet, dann weiß man, dass man das Richtige tut. Auch wenn eine maschinelle Verpackung günstiger wäre, werden wir der Werkstätte in Berndorf weiterhin den Auftrag zur Umverpackung geben. Das ist Teil unserer gelebten Verantwortung für benachteiligte Menschen in unserer Region. Wir hoffen, dass dies auch unsere Kunden würdigen. In jedem Karton Klemmschellen oder Muffen steckt ein kleines bisschen soziale Wärme, und das nicht nur zur Weihnachtszeit" meint Franz Grabner.

Wie sieht die Arbeit in der Werkstätte in Berndorf aus? Wir nehmen Sie mit.

Der „Pipelife"-Tag: Teamarbeit und höchstes Engagement

Mittwoch um 9 Uhr vormittags geht es los: Der mit Muffen und Klemmschellen beladene LKW fährt auf den Hof der Werkstätte in Berndorf und parkt vor dem großen Tor. Aufregung und Freude der KlientInnen sind nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar. Der Ablauf ist höchst professionell und durchorganisiert: Sabine Landl, von einem Klienten liebevoll als „Frau Pipelife" bezeichnet, behält den Überblick, während der LKW palettenweise in Teamarbeit von Lebenshilfe-Mitarbeitern und KlientInnen entladen wird. Sie prüft, welche Artikel in welchen Mengen angeliefert werden. Alle Paletten werden ins Lager gebracht und mit dem Stapler in den Regalen verstaut. Alle helfen mit - jeder so, wie er kann und möchte. „Bei Pipelife bin ich immer dabei", erzählt Fritz, ein Klient. Vom Aufhalten der Lagertüre bis hin zum Transport der Palette auf dem Hubwagen – jeder ist produktiv und leistet einen wichtigen Beitrag.

Manche Artikel werden bereits dringend benötigt, diese haben daher Priorität. Die Artikel werden zusammen mit weißen Überkartons aus dem Lager in die offene, lichtdurchflutete Werkstätte gebracht. Hier gibt es einen eigenen „Pipelife" Schreibtisch mit Etikettendrucker und Computer, um die Aufträge abzuwickeln, außerdem große Arbeitstische und ausreichend Platz für Paletten. Während in Teamarbeit alles für die nächsten Arbeitsschritte vorbereitet wird, druckt Sabine die Etiketten aus. Ein Klient justiert die Zählwaage, mit welcher die korrekte Menge der Muffen und Schellen erhoben wird. KlientInnen bauen die Überkartons zusammen und bekleben sie mit Etiketten, dabei unterstützen sie einander. Jeder macht den Arbeitsschritt, der ihm Freude bereitet und der ihm liegt. Dann werden die Kleinteile gezählt, abgewogen und in die weißen, handlichen Kartons umgepackt. Nach dem Zukleben werden sie in einen größeren Überkarton für den Transport gelegt.

Die Klientinnen und Klienten verrichten diese ARBEIT absolut freiwillig – und trotzdem kommen immer mehr von ihnen herbei, um mitzuhelfen. Das zeigt einmal mehr das riesige Engagement und die Freude über die sinnstiftende Arbeit. Franz Grabner meint dazu: „Diese Freude ist für uns der beste Beweis, wie wichtig die Zusammenarbeit mit der Werkstätte der Lebenshilfe NÖ ist."

Jeder hilft mit und ist motiviert. Alle Arbeitsschritte werden gewissenhaft erledigt. Es ist ein fließender Ablauf, alles geht sehr zügig und jeder Handgriff sitzt. Die KlientInnen sind ein eingespieltes Team und stolz auf ihre Leistung und den wertvollen Beitrag. „Derart motivierte und freundliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kann sich jedes Unternehmen nur wünschen" meint dazu Karl Traun, der Werkstättenleiter.

Die neue Werkstätte in Berndorf: Raum für sinnstiftende Arbeit

Die neue Werkstätte in Berndorf wurde im Jänner 2018 eröffnet und ist für 60 KlientInnen ausgelegt. Das offene, helle und barrierefreie Gebäude bietet viele Möglichkeiten der Betätigung für KlientInnen: Ob Handwerk oder Dienstleistungen, jeder kann der Arbeit nachgehen, die ihm Freude bereitet und die ihn interessiert. Dass bei der Neukonzeption ein Lager für Pipelife-Aufträge eingeplant wurde, zeigt einmal mehr die Beständigkeit der Zusammenarbeit und die starke Verbundenheit.
Die Zusammenarbeit von Pipelife Austria und der Lebenshilfe NÖ ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht, und das seit 30 Jahren.


Mehr Informationen auf http://www.noe.lebenshilfe.at/

Horst Schraml koordiniert die Zusammenarbeit mit der Werkstätte der Lebenshilfe NÖ
Horst Schraml koordiniert die Zusammenarbeit mit der Werkstätte der Lebenshilfe NÖ
Fritz hilft beim Transport der Muffen und Klemmschellen ins Lager
Fritz hilft beim Transport der Muffen und Klemmschellen ins Lager
Sabine prüft den Wareneingang
Sabine prüft den Wareneingang
Jeder hilft mit, die Waren ins Lager zu bringen
Jeder hilft mit, die Waren ins Lager zu bringen
In Teamarbeit werden die einzelnen Arbeitsschritte durchgeführt
In Teamarbeit werden die einzelnen Arbeitsschritte durchgeführt