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Responsible Care

Pipelife Austria erhielt am 25. Jänner 2008 das Responsible Care Zertifikat. Die Zertifizierung wurde in den Jahren 2010 und 2013 nach genauen Kontrollüberprüfungen erneuert.
 
Eine freiweillige Initiative der chemischen Industrie

 

Bei Responsible Care handelt es sich um eine weltweite, freiwillige Initiative der chemischen Industrie, die sich zum Zweck einer Verbesserung der Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltsituation strenge Selbstkontrollen auferlegt hat. Chemische Betriebe, die diese Auflagen erfüllen, werden mit dem auf drei Jahre limitierten Zertifikat "Responsible Care" ausgezeichnet.

Die Idee zu Responsible Care stammt aus Kanada, wo 1984 vom kanadischen Chemieverband die Leitsätze für Responsible Care - auf deutsch „verantwortungsvolles Handeln" - erarbeitet wurden. Einige Jahre später wurde sie vom europäischen Chemieverband (CEFIC) mit der Zielsetzung übernommen, das Programm in allen nationalen Chemieverbänden Europas zu implementieren. In Österreich wird das Zertifikat Responsible Care seit 1992 vom Fachverband der Chemischen Industrie verliehen.


2006 hat sich der Fachverband zur "Responsible Care Global Charter" des Weltchemieverbandes ICCA bekannt, die über die ursprünglichen Grundsätze von Responsible Care hinaus geht. Neben der ständigen Verbesserung von Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz treten die Aspekte Produktverantwortung, Transparenz und Nachhaltigkeit in den Vordergrund. Internationale Beachtung fand die "Global Charter" im Februar 2006 auf der Welt-Chemiekonferenz in Dubai, wo diese Initiative vom damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan begrüßt wurde.

Anforderungen für Responsible Care

Die Anforderungen, die erfüllt werden müssen, um das Zertifikat Responsible Care zu erlangen, werden vom Chemieverband jedes Landes individuell festgelegt. In Österreich hat sich der Fachverband der Chemischen Industrie sehr früh zu einer genauen Prüfung entschlossen.

Die Maßnahmen, die ein Betrieb im Rahmen des Responsible Care-Programmes erfüllen muss, gehen weit über die in Österreich geltenden gesetzlichen Auflagen und Vorschriften hinaus. Die Beurteilung des Betriebes wird von zwei externen unabhängigen Prüfern vorgenommen.

Bei der Überprüfung werden rund 300 Fragen aus den Bereichen Energie, Entsorgung, Lagerung, Arbeitnehmerschutz, Industrieunfallvorsorge, Umweltorganisation u.v.m. nach einem Punktesystem bewertet. Zertifizierungen nach ISO 14001 bzw. EMAS werden im Rahmen des RC-Audits anerkannt, so dass für diese Betriebe rund 25 % der Fragen entfallen. Die Erfüllung aller gesetzlichen Auflagen wird vorausgesetzt. Für das Bestehen der Prüfung muss eine Mindestpunkteanzahl von 80 Prozent der Zusatzfragen erreicht werden. Diese Bewertung erfolgt gesondert für jeden Standort eines Unternehmens. Besitzt ein Unternehmen mehrere Standorte, so muss es sich auch mehreren Überprüfungen stellen.

Das Responsible Care-Zertifikat

Sobald ein Betrieb die Prüfung für Responsible Care abgeschlossen hat und alle Anforderungen erfüllen konnte, erhält er vom Fachverband der Chemischen Industrie das Zertifikat Responsible Care verliehen. Der Betrieb darf dieses Zeichen für die nächsten drei Jahre in der Firmenwerbung (z.B. auf dem Briefpapier), jedoch nicht für Produktwerbung verwenden. Nach Ablauf der drei Jahre muss sich der Betrieb einer Kontrollüberprüfung unterziehen, um die Bezeichnung Responsible Care weiterführen zu dürfen."
(entnommen: Homepage Fachverband der chemischen Industrie)
 

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